| ALLE WOHNEN ANDERS |
BAUTRÄGER WETTBEWERB Erzherzog-Karl-Straße, 1220 Wien In Kooperation mit Oktober 2007 |
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Das Grundstück befindet sich an der Grenze eines Stadtentwicklungsgebietes zu einer bestehenden Einfamilienhausstruktur. Zur Ausbildung dieser Schnittstelle wird eine Bebauungsstruktur vorgeschlagen, die einen Verlauf (Gradient) zwischen dem zukünftigen dichteren städtischen Gefüge und der eher ländlichen Textur bildet. Ausgehend von einer unterbrochenen Blockrandbebauung an der Lavaterstraße ordnet sich eine Schar von Punkthäusern im Raster des städtebaulichen Leitprojekts an, der sich jedoch nach Norden hin graduell aufzulösen beginnt. Die vorgeschlagene Anordnung der Mehrfamilienhäuser ermöglicht bei vorgegebener Dichte eine Überlagerung von Zwischenräumen mit städtischen Proportionen und einem zusammenhängenden Grünraum, der in seiner gesamten Ausdehnung allen Bewohnern des Quartiers zur Verfügung steht. |
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Der große Garten Der große Garten steht für ein Gewebe aus differenzierten Grünräumen, die sich aus privaten und öffentlichen Freiräumen zusammensetzen. Den überwiegenden Anteil bilden gemeinschaftliche Flächen, die von einem ?trampelpfadähnlichen" Erschließungswegenetz durchzogen sind und kürzestmögliche Verbindungen schafft. Durch die Wahl der Bepflanzung ergeben sich weiche Übergänge zwischen den Zonen und so wechseln sich halbwilde Grünbrachen und Nutzgartenbepflanzung ab. Die privaten Freiräume auf Erdgeschoßniveau werden durch eine höhere Bepflanzung vor Einblicken geschützt. Durch die lockere Anordnung der Gebäude entstehen Zwischenräume unterschiedlicher Qualitäten, deren Identität durch die jeweilige Bepflanzung verstärkt wird. |
© Rendering: Bernhard Radke |
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Alle wohnen anders Reflexion einer heterogenen Gesellschaftsstruktur Über die Definition von neuen Benutzerprofilen wurden Wohnungstypologien entwickelt, die versuchen unsere heutige gesellschaftliche Struktur exemplarisch zu reflektieren. Häufiger wechselnde Lebensumstände erfordern eine differenziertere Antwort der Planer als die herkömmliche Kleinfamilienwohnung. Vor allem wurde hierbei auf Vielfältigkeit und Flexibilität Wert gelegt. Folgende mögliche Nutzer wurden integriert: Wireless Life oder eine/r allein zuhaus: Ein/e Single, der/die sich als unabhängig versteht und dennoch gerne mit anderen in einer lockeren Gemeinschaft lebt. Sein/ihr privater Rückzugsraum bildet eine Einheit, die einer vollständig ausgestatteten Miniwohnung entspricht. Drei-sam statt einsam Der vorher beschriebene Typus ist auch für ältere Frauen und Männer geeignet, die zusammenwohnen und sich Infrastruktur teilen wollen. Fe/male Inc. (F-INC) Alleinerziehende Frauen (oder Männer) mit ihren Kindern unterstützen sich gegenseitig in einer herausfordernden Lebensphase. Gemeinschaftsräume sowie die Möglichkeit, Wohnungen auf verschiedene Art und Weise zu benützen und zu teilen, sind wesentliche Elemente dieser Wohnform. Es ist möglich, eine Freundin, ein Verwandte oder ein Au-Pair Mädchen in die Wohnung aufzunehmen. Patch Work Patch Life Nach einer Scheidung stellt das Management der gemeinsamen Kinder häufig ein Problem dar. Bei dieser Typologie ist es möglich, getrennt mit den jeweiligen neuen Partnern und dennoch gemeinsam mit den Kindern zu leben. Junge Paare - love kids or work Flexibilität steht hier im Vordergrund. Für den Arbeitsraum, der auch zu einem Kinderzimmer umfunktioniert werden kann, besteht die Möglichkeit, ihn der einen oder anderen Wohnung zuzuschlagen. Junge Paare - Love Life / Langes Leben - lange Liebe Jeder Person gelingt es in diesem Wohnungstyp seine/ihre eigene Identität zu bewahren. Der individuelle Rückzugsraum ist das Zimmer mit Bad (plus Kinder- oder Arbeitszimmer), die restliche Infrastruktur wird geteilt. Familie - der Klassiker Für diese Benutzergruppe steht eine große Auswahl an verschiedensten Wohnungsgrundrissen zur Verfügung. Teilweise sind Maisonetten mit einem zweiten Eingang ausgestattet. |
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© Liquifer Systems Group
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