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PRESSESPIEGEL
Im Wohnzimmer der Astronauten - APA, ein Beitrag von Mario Wasserfaller
Schöner wohnen im All - Der Standard, Forschung Spezial, ein Beitrag von Karin Krichmayr
Endbericht - download
Architektur jenseits des Erdhorizonts
Symposium + Podiumsdiskussion
Podium im Architekturzentrum Wien
mit freundlicher Unterstützung von proHelvetia, FFG und RAUM.FILM
Mi, 02.12.2009, 18 Uhr
40 Jahre ist es her, seit der Mensch den Mond betrat. Diese ersten Schritte auf dem Erdtrabanten, von der Menschheit via Fernsehen am 21. Juli 1969 staunend verfolgt, gelten bis heute, trotz der Kürze der zurückgelegten Distanz, als unvergleichlicher Meilenstein.
Nach Abklingen des Interesses um diese Mondflüge macht sich seit zehn Jahren wieder verstärktes Interesse an der Raumfahrt bemerkbar. Neue Missionen zum Mond, zum Mars und darüber hinaus stellen auch ArchitektInnen und DesignerInnen vor Aufgaben, für die sie gewohnte operative Felder verlassen. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit zukünftigen Möglichkeiten des Wohnens, Lebens und Arbeitens auf der Erde wie auch im All.
18:00 Dietmar Steiner, Direktor Az W und Harald Posch, Leiter der Agentur für Luft- und Raumfahrt der FFG: Begrüßung
18:15 Barbara Imhof, Weltraum-Architektin und Kurt Zweifel, Kurator: Einleitende Worte
18:30 Impulsreferate (je 20 Minuten)
- Brent Sherwood, Manager Strategic Planning & Project Formulation, NASA Jet Propulsion Laboratory
- Gregor Eichinger, Professor ETH Zürich, Lehrstuhl für Benutzeroberfläche
- Léopold Eyharts, ESA Astronaut
- Piero Messina, Head of the Coordination Office, Directorate of Human Spaceflight, ESA
- Tristan Weddigen, Professor Universität Zürich, Kunsthistorisches Institut
20:30 Podiumsdiskussion
Moderation: Elke Krasny, Kulturtheoretikerin und Kuratorin
In englischer Sprache
Eintritt frei |
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| - RADIO INTERVIEW über Weltraumarchitektur mit Brent Sherwood ! |
Out of This World: The New Field of Space Architecture
>> RADIO Interview mit Brent Sherwood und Scott Howe |
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WEITERFÜHRENDE LINKS:
Plattform der Weltraumarchitekten
NASA Human Spaceflight Gallery
NASA High Definition Video
NASA Constellation Program – Human Exploration
ESA Human Spaceflight
ESA Human Spaceflight Gallery
MARS 500 Study
RUSSIAN MULTI MEDIA gallery
JAPANESE Astronaut corps
Astronaut Training in Star City
Tagebücher von Astronauten
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Präambel von Kurt Zweifel und Barbara Imhof, Wien im Mai 2009:
Vor 40 Jahren, am 21. Juli 1969 (MEZ) betrat zum ersten Mal ein Mensch den Erdtrabanten, genauer den Grund des Mare Tranquillitatis. Stille erfasste die beiden Astronauten Neil Armstrong und Edwin Aldrin und kurz danach verkündete Commander Armstrong: „A small step for a man but a giant leap for mankind.“ Und so war es auch. Um 03:56 Uhr früh mitteleuropäischer Ortszeit hielten Millionen Wachgebliebener den Atem an und starrten gebannt auf das schwarzweiße Flimmern des Fernsehers. In diesem selben Moment fühlte sich die Menschheit als eine Gesamtheit und Armstrong und Aldrin repräsentierten den Homo Sapiens, der es endlich nach so vielen Jahren geschafft hatte, die Wiege der Menschheit zu verlassen. Ein kollektives Gedächtnis mit der Erinnerung an diesen Morgen wurde so in uns alle implementiert; als diese anfing zu verblassen, starteten einzelne Nationen in internationaler Kooperation die erneute Stimulation von Mondprogrammen unter neuen politischen Voraussetzungen.
Bis 1969 gab es in einer Zeitspanne von zehn Jahren an die 70 unbemannte und bemannte Missionen zum und um den Mond herum. Dieser unglaublichen Beschleunigung Höhepunkt war die damals als wissenschaftliche Hochleistung gefeierte Entsendung zweier Testpiloten zum Mond.
Nach einer Phase der abklingenden Anteilnahme steigt seit circa zwei Jahrzehnten das Interesse an der Raumfahrt wieder. Die großen Weltraumagenturen versuchen mit geringen Budgetmitteln an den Forschergeist vergangener Tage anzuknüpfen und in gemeinsamen Schritten, sich unserem nächsten Himmelskörper wieder zu nähern; um im Jahr 2020 diesmal mit internationaler Besatzung am Mondboden neue Abdrücke zu hinterlassen.
"Raumfahrt ist Handarbeit", sagt der amerikanische Künstler Tom Sachs, genauso wie die Architektur. Jedes Haus stellt einen Prototypen dar und nur wenig Fertigteile oder automatisiert gebaute Elemente werden verarbeitet. Die größte Baustelle und bald das größte bewohnte Bauwerk im Weltraum stellt die Internationale Raumstation dar. In 300 km Entfernung leben derzeit durchgehend sechs Personen mit unterschiedlichem Hintergrund und verschiedener Kultur auf Langzeitmissionen. Bezogen auf Struktur und Budget ist die Raumstation das bis jetzt größte Forschungsprojekt internationaler Kooperation und schon allein deshalb mit Respekt zu behandeln.
Mit diesen Langzeitmissionen und dem neuen Aufwind der zukünftig angestrebten Missionen, der sich veränderten Berufsgruppenlandschaft im Weltraumbusiness und dem aufkeimenden Weltraumtourismus gibt es auch wieder für Architekten und Designer Möglichkeiten zur Beteiligung. Eine gar nicht geringe Zahl versucht mit Ingenieuren und Wissenschaftern Entwürfe und Architekturen für das Leben von Menschen außerhalb unserer Erdatmosphäre zu entwickeln. Die Überzeugungsarbeit, die hierbei den Weltraumbehörden gegenüber zu leisten ist, ist eine große Herausforderung. Hier müssen ArchitektInnen und DesignerInnen ihren Arbeitsbereich erneut definieren, sich abgrenzen, sinnvoll eingliedern und jeden Schritt argumentieren.
Das ist der eine Teil. Der andere besteht aus dem Erweitern des operationellen Feldes und aus der Auseinandersetzung mit zukünftigen Möglichkeiten des Wohnens, Lebens und Arbeitens. Miteinbezogen werden dabei Konzepte von Gemeinsamkeiten und der Differenz, wie: Ressourcen, Effizienz, Ökonomie, Technologie, kulturelle Dimension, Innovation oder die Unterschiede in der Schwerkraft oder Schwerelosigkeit.
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